Siemens bleibt in Offenbach: Unser Widerstand – unser Erfolg

Es ist genau ein Jahr her, dass die Beschäftigten aus der Presse erfuhren, dass Siemens Standorte schließen und Tausende von Stellen streichen will. Auf der Liste standen Görlitz, Erfurt, Berlin, Leipzig; später auch Offenbach. Siemens war fest entschlossen, den Plan durchzuziehen. Kaum einer hätte für möglich gehalten, welch ein Widerstand sich in Offenbach entwickeln würde. Schon die erste Demonstration mit rund 600 Beschäftigten war machtvoll. »Ich hätte nicht gedacht, dass ich jemals bei einer Demo der IG Metall mitlaufe«, sagte ein Ingenieur. »Es wird Zeit, sich zu wehren.« So wie er dachten viele.

Einen Überblick über die vielfältigen Aktionen, Meinungen sowie getroffenen Regelungen sind im Flugblatt  2018-10-18-Siemens-Flugblatt zu lesen.

Wir sagen Danke an Alle Unterstützer und Unterstützerinnen sowie Aktive!

Nach fast einem Jahr harter Auseinandersetzung haben sich Unternehmensleitung, Gesamtbetriebsrat und IG Metall auf einen Interessenausgleich und Sozialplan für die im November 2017 vorgestellten Abbaupläne verständigt. Der Rahmen dafür bilden die bereits im Mai 2018 vereinbarten Eckpunkte. Damit wird die Auseinandersetzung beendet und es bleibt dabei: Es wird weder die ursprünglich von Siemens beabsichtigten Standortschließungen, noch betriebsbedingte Kündigungen geben.

Es ist den Betriebsräten, den Belegschaften und der IG Metall gemeinsam gelungen, über einen langen, intensiven Kampf hinweg ein standortübergreifendes Restrukturierungskonzept maßgeblich zu verändern und ihm tragfähige Alternativen im Sinne der Beschäftigten entgegenzusetzen. Zu diesem Erfolg haben Viele durch Ihre vielfältige Unterstützung einen unverzichtbaren Beitrag geleistet. Dafür möchten wir uns auch im Namen der Beschäftigten und des Betriebsrates sehr herzlich bedanken.

2018-10-11-Brief-Danke an Unterstützer