Siemensianer fahren mit Autokorso zum Warnstreik

Einen Warnstreik anderer Art haben heute rund 200 Beschäftigte von Siemens Offenbach gemacht. Mit mehr als 55 Fahrzeugen fuhren sie heute von ihrem Standort zur gemeinsamen Warnstreikkundgebung mit dem Siemens-Schaltanlagenwerk nach Fechenheim. Dort wurden sie bereits von ebenfalls mehr als 200 Beschäftigten erwartet.

„Wir werden die Tarifrunde auch dazu nutzen, um den Erhalt der Arbeitsplätze bei Siemens in Offenbach weiter zu thematisieren“, sagte Marita Weber, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Offenbach. „Für viele Siemens-Beschäftigte aus Offenbach war dies heute der erste Warnstreik in ihrem Leben.“

Der Betriebsratsvorsitzende von Siemens-Fechenheim Marcello d’Ambrogio äußerte: „Siemens kann eine Entgelterhöhung von 6% bei riesigen Gewinnen locker zahlen. Aber sie wollen nicht. Im Gegenteil: Sie schließen ganze Standorte wie den in Offenbach und die Zukunft der betroffenen Familien ist ihnen gleichgültig, damit ihre Profite weiter steigen. Dagegen müssen wir gemeinsam aufstehen.“ Unter Beifall erklärte der Vertrauenskörperleiter der IG Metall von Siemens Offenbach, Jürgen Scupin, dass man sich weiter zur Wehr setzen werde und weitere Aktionen plane. „Uns geht noch lange nicht die Luft aus. Wir haben noch viele kreative Ideen.“

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Fotos: IG Metall
Datum: 16.01.2018